FeedSix-Principles-Baptists
TechnikBrockhaus 1882

Six-Principles-Baptists, s. u. Baptisten. Sixthermomẽter ist ein nach seinem Erfinder Six benanntes und schon in den Philosophical Transactions for 17825 beschriebenes Thermometer, welches so eingerichtet ist, daß es durch besondere Vorrichtung zugleich als Maximum- und Minimumthermometer (s. u. Thermometer) funktioniert. Es besteht aus einer in U-Form gebogenen Glasröhre, welche an ihren beiden obern Enden zugeschmolzen und in der Weise erweitert ist, wie es die nebenstehende Figur zeigt. Der untere Teil ist mit Quecksilber, der Arm 1 von a bis oben hin mit Weingeist gefüllt; Schenkel 2 ist in seinem obern Teile luftleer, bis o hin aber auch mit Weingeist angefüllt. In den beiden mit Weingeist gefüllten Teilen befindet sich je ein Stahlstift, welcher durch kleine an ihm befestigte Borsten nur mit einiger Reibung sich in den Röhren bewegen läßt, und die so zwar durch das Quecksilber hinaufgeschoben werden können, beim Rückgange desselben aber stehen bleiben. Wird es nun kälter, so zieht sich der Weingeist im Schenkel 1 zusammen und Stift Jwird hinaufgeschoben; wird es wärmer, dehnt sich der Weingeist wieder aus und treibt das Quecksilber und den Stift II vor sich her, während 1 stehen bleibt; im umgekehrten Falle bleibt dann Stift II H Der Weingeist im Schenkel II dient nur zur leichtern Herstellung eines luftleeren Raums im Schenkel 2 und zur Unterstützung der Reibung des Stifts. Stift I zeigt also die niedrigste, Stift II die höchste Temperatur während des Beobachtungszeitraums an. Die Zurückführung der Stahlstifte zu Anfang des letztern geschieht durch einen an den Schenkeln herabgeführten Magneten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 853Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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