Spermogonien nennt man in der Botanik gewisse Fruktifikationsorgane bei den Pilzfamilien der Ascomyceten und Basidiomyceten. Es sind verhältnismäßig kleine, krugförmig eingesenkte Gebilde, die in ihrem Innern auf strahlig gestellten Mycelfäden zahlreiche kettenförmig abgeschnürte kleine Sporen, sog. Spermatien, bilden. Unter den Ascomyceten sind die S. ziemlich häufig vertreten, z. B. bei den Flechten (s. d.), unter den Basidiomyceten finden sie sich nur bei den Rostpilzen oder Uredineen (s. d. und Tafel: Pflanzenkrankheiten, Fig. 5g). Die Weiterentwickelung der in den S. entstehenden Spermatien ist nur in wenigen .ᷣ— bekannt, sie keimen und können ein neues Mycelium erzeugen, weshalb die frühere Annahme, daß die Spermatien männliche Geschlechtszellen seien, nach den neuern Untersuchungen wohl kaum noch gerechtfertigt ist. (Vgl. Flechten.)