FeedSpinell
NaturlehreBrockhaus 1882

Spinell, auch Edler Spinell genannt, karmin⸗, blut⸗ und hyaeinthrot, durchsichtig bis stark durchscheinend, ein sehr geschätzter Edelstein, welcher im Preise den farbigen Diamanten gleichkommt und auch wohl unter dem Namen Rubin (. d.) mit einbegriffen wird; er findet sich namentlich im Flußsande Ceylons und Ostindiens. 2) Blauer Spinell, von Aker in Södermanland. 3) Chlorospinell, ein grasgrüner S. von Slatoust im Ural. 4) Schw arzer Spinell (Pleonast, Ceylanit), die verbreitetste Abart, welche z. B. am Monzoniberge in Tirol, am Vesuv, auf Ceylon, in großen Krystallen im Staate Neuyork vorkommt, undurchsichtig und am schwersten ist. Mit dem S. isomorph ist eine ganze Reihe von Mineralien (Spinellgruppe), welche sämtlich Verbindungen von 1 Molekül Monoxyd mit 1 Molekül Sesquioryd sind; dazu gehört z. B. das Magneteisen, der Franklinit, das Chromeisen, der Automolit u. s. w. Ueünstliche).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 82Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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