Stephan VI., Papst 896, stand, verwickelt in die damaligen ital. Parteikämpfe, ganz unter dem Einfluß vornehmer Römer und Toscaner und auf der Seite Guidos. Weil sein Vorgänger Formosus der Gegenpartei angehört hatte, ließ er den Leichnam desselben ausgraben und schänden. Von seinen Gegnern wurde er gefangen genommen und 897 im Kerker erdrosselt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 209Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei