Gregor VI., ein Römer von Geburt, Johannes oder Gratianus genannt, Papst von 1044 bis 1046, war ein frommer Priester, dem wegen seiner Sittenreinheit reichliche Gaben zuflossen. Er glaubte das Geld zum Besten der Kirche anzuwenden, wenn er dadurch den lasterhaften Papst Benedikt IX. zur Niederlegung seiner Würde bewog. Er wurde alsdann selbst zum Papst gewählt. Da aber die Partei der Grafen von Tusculum schon früher den Bischof Johann von Sabina als Sylvester III. auf den päpstl. Stuhl erhoben hatte, und da auch Benedikt IX. sein Amt weiterführte, hatte die Kirche drei Päpste. Deshalb erschien Kaiser Heinrich III. in Italien, hielt die Synode zu Sutri (1046) und nach über alle drei die Absetzung aus. G. zog mit na Deutschland und starb 1048 in Köln.