Sterkrade, Dorf im rheinpreuß. Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreis Mülheim a. d. Ruhr, Bürgermeisterei S., Station der Linien Oberhausen-Emmerich und Ruhrort-Dortmund (Emscherthalbahn) der Preußischen Staatsbahnen, zählt (1885) 7162 E. (5176 Katholiken, 1949 Evangelische), und hat eine kath. und eine evang. Pfarrkirche, ein großes Eisenwerk (Maschinen- und Brückenbauwerkstätte, Dampfhammerschmiede, Dampfkesselschmiede, Gießerei, Kettenschmiede) der „Gute-Hoffnungshütte Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb zu Oberhausenꝰ. Diesem Werke, einem der ältesten auf dem Kontinent, 1808 gegründet, verdankt S. seine jetzige Ausdehnung. Außerdem hat S. noch eine Eisengießerei, Ziegeleien, eine Brennerei, drei Brauereien, eine Dampfmahl⸗ und eine Dampfsägemühle, sowie Viehzucht. Nördlich von S. dehnen sich die teilweise mit Nadel⸗ und Laubgehölzen bestandene Sterkrader Heide, das Große Venn und die Kirchheller Heide, südlich sumpfige Niederungen aus.