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ErdkundeBrockhaus 1882

Steele, Stadt im rheinpreuß. Regierungsbezirk Düsseldorf, Landkreis Essen, rechts an der schiffbaren Ruhr, welche hier den die Grenze gegen Westfalen bildenden Ruhrbruchmühlenbach aufnimmt und über welche seit 1885 eine Brücke führt, Station der Linien Ruhrort-S.⸗Dortmund-Holzwickede, Vohwinkel-S. (Prinz-Wilhelmsbahn), S.⸗ Dahlhausen-Langendreer-Witten und Heissen-S.⸗ Altendorf der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1885) 8222 meist kath. E. und hat eine in got. Stil erbaute neue kath. Pfarrkirche, eine Rektoratschule, eine höhere Töchterschule, ein kath. Krankenhaus, ein kath. Waisenhaus in dem 1761 von der essener Fürst-Abtissin Franziska Christina von Pfalz-Bayern erbauten Schlosse. zwei Kohlensandsteinbrüche, Steinkohlenbergbau auf den Zechen Deimelsberg, Johann u. a., Horster Eisen⸗ und Stahlwerke, eine Eisengießerei ein Walzwerk, eine Dampfmahlmühle, eine Fabrik für feuerfeste Steine, Ziegeleien „Brennereien, Braue. reien, eine Gasanstalt, Wasserwerke, durch welche den Städten S. und Gelsenkirchen ihr Wasserbedarf aus der Ruhr zugeführt wird, und sehr besuchte Viehmärkte. Auf der Zeche Johann entspringt eine Salzquelle, deren Wasser zu Solbädern benutzt wird. Ostlich von S., von diesem durch den Ruhrbruchmühlenbach getrennt, liegt das westfälische Dorf Königssteele. S. gehörte bis 1803 zur reichsunmittelbaren Abtei Essen und wurde 1857 Stadt. Hier hielt 938 Otto d. Gr. einen Reichstag.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 175Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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