Stethöskop (grch., Hörrohr) nennt man das von Laennec erfundene Instrument, dessen man sich zur Auskultation (s. d.) bedient. Es besteht aus einem mehr oder minder langen Cylinder von Holz oder Hartgummi, welcher seiner Länge nach von einem unten konisch sich erweiternden Kanale durchbohrt und oben mit einer konvexen oder konkaven Scheibe versehen ist. Man setzt dieses Instrument mit dem untern Ende, ohne zu drücken, auf die zu untersuchende Körperstelle und legt dann das Ohr auf die Scheibe, sodaß die obere Mündung des Kanals und der äußere Gehörgang aufeinander stoßen. Hierdurch wird der Schall aus einer bestimmten umschriebenen Stelle des Körpers sicher ins Ohr des Arztes geleitet und sogar (durch Konsonanz der Luftschicht im Hörrohr) noch etwas verstärkt.