Süßtmayer (Franz Kaver), Komponist, geb. 1766 zu Steyr, war Schüler Mozarts und instrumentierte einige Arien von dessen «Titusv. Nach Mozarts Tod vollendete er dessen« Requiem » nach den Skizzen und Andeutungen desselben. S. wurde 1792 Kapellmeister am Nationaltheater, 1794 zweiter Kapellmeister am Hofoperntheater in Wien. Er schrieb mehrere Opern ( Soliman II. v, «Die I ae.). S. starb 17. Sept. 1803 in Wien. üst-Oppenheimer (Jos.), ein durch seine Finanzoperationen in Württemberg berüchtigt gewordener Jude, geb. 1692 zu Heidelberg, zog später nach Württemberg und erwarb dort 1733 als Geldagent das Vertrauen des verschwenderischen Herzogs Karl Alexander und schwang sich zu dessen Privatratgeber mit dem Titel Geh. Finanzrat empor. In dieser Stellung ließ er sich zahllose Mißbräuche, namentlich unerlaubte Finanzoperationen, Verfolgungen, Beraubung von Stiftsgeldern, Stellenverkauf und Bedrückung der Steuerpflichtigen zu Schulden kommen. S. war jedoch keineswegs, wie irrtümlich vielfach angegeben wird, Finanzminister des Herzogs und —. überhaupt niemals eine offizielle Stellung ein. Als der Herzog 12. März 1737 plötlich gestorben war, wurde S. 14. Mai 1737 statt aller e ann und Helfershelfer auf Befehl des Herzogs Karl Rudolf, des Administrators und Vormunds des Erbprinzen Karl Eugen, verhaftet, vor eine richterliche Kommission gestellt und nach ausgesprochenem Todesurteil in einem eisernen .— Febr. 1738 aufgehängt. Die Geschichte des S. hat Wilh. Hauff zu einer Novelle benutzt. Vgl. Zimmermann, Joseph S., ein Finanzmann des 18. Jahrh.» (Stuttg. 1874).