Swiedack (Karl), unter dem Pseudonym Karl Elmar bekannter österr. Volksdichter, geb. im Mai 1815 in Wien, war erst Kaufmann, wurde aber später Schauspieler und Theaterdichter. Schon sein erstes Stück: «Die Wette um ein Herzy (1841) hatte großen Erfolg. Von seinen weitern Stücken sind zu nennen: «Der Goldteufelv, «Dichter und Bauers (von Suppe komponiert), Unter der Erder, «Raimundo, Das Mädchen von der Schule u. s. w. Später zog sich S. von der Bühne zurück und widmete sich der humoristisch-satirischen Journalistik. „Swieten (Gerard van), einer der berühmtesten Arzte des 18. Jahrh., geb. zu Leiden 7. Mai 1700, studierte zu Löwen und in seiner Vaterstadt unter Boerhaagve, dessen vorzüglichster Schüler er war, neben Medizin vorzüglich Chemie und Pharmacie. Nachdem er in Leiden einige Zeit mit Erfolg praktiziert, wurde er als Professor der Medizin angestellt. Doch seine Feinde nötigten ihn, als Katholiken, dieses Amt niederzulegen. Hierauf ging er 1745 als erster Leibarzt der Kaiserin Maria Theresia nach Wien. In der Folge wurde er Vorsteher der kaiserl. Bibliothek, beständiger Präsident der mediz. Fakultät, Direktor des Medizinalwesens [der kaiserl. Staaten und Büchercensor. S. starb 18. Juni 1772 zu Schönbrunn. Seine vortrefflichen cCommentarii in Boerhaavii aphorismos de cognoscendis et curandis morbiso (5 Bde., Leid. 1741—72; neue Ausg., 8 Bde., Tüb. 1790) sichern ihm eine bleibende Stelle in der mediz. Litteratur. Seine Theorie ist aus humoralen un mechanischdynam. Grundsätzen zusammengesetzt. Vgl. Beer. Derhard II. und van S.» (Lpz. 1874); Fournier, „(Gerhard van S. als Censor⸗ (Wien 1877). Sein Sohn, Gottfried, Freiherr van S., geb. 1733, wurde des Vaters Nachfolger als Vorsteher der kaiserl. Bibliothek und starb zu Wien 1803. Er war ein vertrauter Freund Haydns und Mozarts und brachte in Wien die Werke Händels und Bachs zur Aufführung. Für Haydn bearbeitete er (Die Schöpfungo nach einem engl. Texte; auch verfaßte er den Text zu den Jahreszeitend.