Taktmesser, Metrometer oder Metronom. Da es für die musikalische Ausführung eines Tonstuücks sehr wichtig ist, die richtige Zeitbewegung zu treffen, in welcher es vorgetragen werden soll, und f hierzu die Angabe der Zeitbestimmungen durch Andante, Adagio, Allegro, Presto u. s. w. nicht ausreicht, so machte man seit dem Ende des 17. Jahrh. wiederholte Versuche, eine Maschine 15 erfinden, mittels deren man genau angeben könne, nach welchem bestimmten Zeitmaße ein Stück ausgeführt werden solle. Den vollkommensten T. lieferte der Mechaniker Johann Nepomuk Mälzl in Wien, eb. zu Regensburg 1772, gest. 1838, welcher desalb auch allgemeine Verbreitung gefunden hat. AÄuf diesen beziehen sich die Zahlen, welche man oft zu Anfang eines Musikstücks findet, z. B. 120 u. dgl. Früher wurde gewöhnlich noch hinzugesetzt M. M., d. h. Mälzls Metronom.