FeedTaku-Forts
GeschichteBrockhaus 1882

Taku-Forts heißen die an der Mündung des Pei-ho von der chines. Regierung angelegten Befestigungen, welche den Zugang nach Tien-tsin und Peking von der Seeseite her versperren sollen. Die T. wurden 23. Mai 1858 und 21. Aug. 1860 von den Franzosen und Engländern nach kurzer Be-Peting v erobert, worauf die Verbündeten nach eking vorrückten. Seitdem sind auf Betreiben des Generalgouverneurs von Petschili, Li-hungtschang, neue, sehr starke, und mit einer bedeutenden Zahl schwerer Kruppscher Geschütze armierte Forts dort erbaut worden, welche in Verbindung mit zwei vorbereiteten Minensperren und einer bei Tien-tsin stationierten Torpedoflottille sich auch gegen den Angriff einer starken Panzerflotte widerstandsfähig erweisen dürften. Die franz. Flotte unter Vizeadmiral Courbet stand deshalb 1885 vom An riff auf die T. ab und beschränkte sich auf die Blockade der Mündung des Pei-ho. In der Nähe der T. befindet sich ein großes verschanztes Lager.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 451Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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