Teufelsbrücke, die bekannteste Brücke der St. Gotthardstraße, 1830 aus Granitquadern erbaut, liegt von hochragenden kahlen Felswänden umgeben 1400 m über dem Meere, 2 km südlich von der Station Göschenen (s. d.) der Gotthardbahn, in der Schöllenenschlucht im schweiz. Kanton Uri und spannt sich mit einem kühnen Bogen von 8m Weite über die Reuß (s. d.), welche in einer Reihe donnernder Wasserfälle durch die tiefe Fels⸗( kluft hinabstürzt. Etwa 6 m unterhalb der jetzigen Brücke liegt die alte, jetzt nicht mehr benutzte T. des ehemaligen Saumwegs. Unmittelbar hinter der Brücke windet sich die Straße zum Urnerloch hinauf, einer 64 mlangen, 4, m breiten, 3 m hohen, durch den Teuselsberg getriebenen Galerie, an deren Ausgang sich das grüne Urserenthal öffnet. Vor der Herstellung dieses Durchbruchs (1707⁷7 führte der Gotthardsaumweg von der T. über die Stäubende Brücke, einen langen, in Ketten am Felsen hängenden Holzsteg, der, vom Sprühregen der Reußfälle beständig «bestäubte, den Teufelsberg umging. Bei der T. fanden 1799 harte Kämpfe der Osterreicher und Russen gegen die Franzosen statt.