Teuffel (Wilh. Sigismund), verdienter Philolog und Altertumsforscher, geb. 27. Sept. 1820 zu Ludwigsburg, studierte in Tübingen Philologie, Philosophie und Theologie und veröffentlichte „Charakteristik des Horaz; ein Beitrag zur Litteraturgeschichtes (Lpz. 1842) und «Horaz. Eine litterarhistor. Übersichto (Tüb. 1843). Im Herbst 1844 erfolgte seine Habilitation als Privatdocent zu Tübingen mit der Schrift De Juliano imperatore Christianismi contemptore et osores (Tüb. 1844). Nach dem Tode Paulys (Mai 1845) übernahm er die Redaction der durch Pauly begründeten Realencyklopädie der klassischen Altertumswissenschafte sowie auch später die der neuen Auflage des 1. Bandes (2 Tle., Tüb. 1861—66). T. wurde 1847 Hilfslehrer am Gymnasium in Stuttgart und 1849 außerord. Professor der klassischen Philologie in Tübingen neben Walz und Schwegler; 1851 auch Lehrer am Philologischen Seminar der Universität. Im J. 1857 ward er zum ord. Professor befördert. T. starb 8. März 1878 in Tübingen. Von seinen übrigen Schriften sind außer den gesammelten «Studien und Charakteristiken zur griech. und röm. sowie zur deutschen Litteraturgeschichtes (Lpz. 1871), verschiedenen Programmen mit mehrern metrischen Übersetzungen, besonders lat. Dichter, namentlich zu nennen der «Kommentar zum zweiten Buch der Satiren des Horazv (Lpz. 1857), die Ausgaben von «Aristophanes' Wolkend (Lpz. 1856, 1863 u. 1868) und «Aschylos' Persero (Lpz. 1866 u. 1875), und endlich sein eigentliches Hauptwerk, die «Geschichte der röm. Litteraturv (Lpz. 1868 —70; 3. Aufl. 1875).