Trense (vom niederdeutschen trens, Schnur; nach andern vom span. trenza, Flechte) ist die älteste und einfachste Zäumung des Pferdes, welche aus dem stählernen Gebiß und dem aus Leder gefertigten Kopfgestell besteht. Ersteres kann der einfach heit halber auch direkt mit der Halfter verbunden werden. Das Gebiß besteht aus zwei durch ein Gelenk verbundenen Hälften, die am entgegengesetzten Ende die Zügelringe haben. Das Kopfgestell wird gebildet durch Kopfstück, Backenstücke, Stirnriemen, Kehlriemen und Zügel. Die T. kann alleinige Zäumung sein, was indes bei Reitpferden nur vorkommt, wenn es sich um Dressur handelt, in diesem Falle heißt sie Schultrense; sonst bildet sie als Unterlegetrense ein Ergänzungsmittel der Kandare. Die Wirkung der T. erstreckt sich hauptsächlich auf die Lefzen des Pferdes, ist daher viel schwächer als die der Kandare (s. d.); um so wichtiger ist die T. als Dressurmittel. (S. Zäumung.)