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ErdkundeBrockhaus 1882

Triptis, Stadt im Neustädter Kreise des Großherzogtums Sachsen-Weimar, am Ursprung der Orla und an der Linie Leipzig-Propstzella der Preußischen Staatsbahnen, hat Ruinen eines Schlosses, sowie eines 1170 nach Zwickau, dann nach Eisenberg verlegten Benediktinernonnenklosters, Leimsiederei und Weißgerberei, und zählt (1885) 1680 E. Das Wahrzeichen der Stadt war sonst eine ganz niedergebeugte und in einen Teich hängende Weide, über welche ein Bach in den Teich mündete. Daher das Scherzwort von einer kleinlichen Merkwürdigkeit: «Tripstrille, wo die Pfütze über die Weide hängt.v, Provinziell ist auch die zur Abfertigung neugieriger Fragen gebrauchte Redensart: Zu oder nach Tripstrill auf der Bohnenmühl.»

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 852Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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