Bischofstein, Stadt in der preuß. Provinz Ostreußen, Regierungsbezirk Königsberg, Kreis Rössel, zählt 3481 überwiegend ktholische C., welche hauptsächlich Ackerbau⸗ und Viehzucht betreiben, ist Sitz eines Amtsgerichts und hat eine sehr schöne kath. Pfarrkirche. Die Stadt wurde 1385 gegründet; das Heilsberger Turmthor ist ein Rest der bereits 1325 erbauten Burg. nshunpinuanufchn Stadt in der königl. sächs. Kreishauptmannschaft Bautzen (aber nicht mit zum Kreisverband der Oberlausitz, sondern zu dem des Meißner Kreises gehörig), an der zur Elbe gehenden Wesenitz und der Linie Dresden-Görlitz der Sächsischen Staatsbahn, die hier über Sohland nach Zittau abzweigt, 34 km ostnordöstlich von Dresden, Sitz eines Amtsgerichts, ist regelmäßig ebaut und mit schönen Promenaden umgeben, at zwei Kirchen, eine höhere Bürgerschule, obend milde Stiftungen, großen stadtischen Grundbesitz (daher keine Kommunalsteuern), bedeutende Tuchmanufakturen, eine Maschinenfabrik und Eisengießerei, Töpfereien, Fabrikation von Glas, Cigarren u. s. w. und Roi (1880) 4778 meist lutherische E. Am 12. Mai 1813 fand hier * en den Franzosen und den sich zurückziehenden Alliierten ein heftiges Gefecht statt, bei welchem B. hast gänzlich eingeäschert wurde, doch setzte oleon J. 100000 Frs. zum Wiederaufbau der Stadt aus, von denen aber nur 75 000 im 9 ahlt wurden. Im nahen Dorfe Rammenau, im 5. der Stadt, wurde 19. Mai 1762 der Philos oph Fichte geboren. In der Umgegend von B. befinden sich große Granitsteinbrüche, aus denen namentlich Platten zu Trottoirs weithin versandt werden. In den nahegelegenen Ortschaften Neukirch, Ringenhain, Wehrsdorf und Burkau wird bedeutende Leinwandfabrikation betrieben.