Tsana-See (Tana, Dembea), von malerischen Bergen rings umgebener See auf dem westl. Hochlande Abessiniens, in einer Meereshöhe von 1859 m, 80 km lang, bis 60 kmebreit, 4000 qakm groß, bis 200 metief, nimmt außer dreißig andern kleinen Flüssen auf seiner Südseite nordwestlich von Adina den Quelllauf des Abai auf, welcher ihn in einem Bogen durchfließt, um in der Südostecke des Sees denselben bei Bahrdar wieder zu verlassen und späterhin unter dem Namen Bahr el Asrak oder Blauer Strom dem linken Hauptquellarm des Nil zuzufließen. Der T. hat mehrere Inseln aus Basaltfelsen; das größte dieser Eilande ist Deg. Der See weist einen großen Fischreichtum auf, ebenso halten sich viele Nilpferde (hier Gomari, Gumare) in seinen Gewässern auf, denen von gewerbsmäßigen Jägern (Woito) nachgestellt wird. An den Ufern finden sich mehrfach heiße Quellen. Der T. hieß bei den Griechen 5sebo und Colos.