Tschorln, im Altertum Syrallum, später Tzurulum, Stadt im türk. Vilajet Edirneh üudndnopel), am Flüßchen Tschorlu, das 20 km südsüdwestlich in das Marmarameer mündet, Station der Eisenbahn Konstantinopel-Belowa, Sitz eines griech. Bischofs, hat 4000 meist griech. C., eine schöne Moschee, Obst⸗ und Weinbau. T. gehörte von Diocletian bis Justinian zur Provinz Europa, in späterer byzant. Zeit zum Thema Thrace und erscheint im 11. Jahrh. auch als Tzoryllus, unter der lat. Herrschaft als Tzurulus und Curlot.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 885Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei