Hardegsen, Stadt in der preuß. Provinz Hannover, Landdrostei Hildesheim, Kreis Einbeck, an der Espolde und an der Linie Soest-Nordhausen der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz einer Oberförsterei und zählt (1880) 1174 E., welche Leinweberei, Gerberei und Cigarrenfabrikation treiben. Der Ort war ursprünglich ein Schloß der Herren von Rostorf, auf dem Hardeck gelegen, welche 1324 das die Stadt hoch überragende sog. Mushaus bauten. Im J. 1383 wurde der Ort eine Stadt der Bens den Quaden von Göttingen, an welchen der Besitz übergegangen war.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 839Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei