Tuberkulose (der Haustiere) oder Knötchenschwindsucht wird durch einen Spaltpilz, den Tuberkelbacillus, erzeugt und weiter verbreitet. Die Krankheit ist unheilbar, steckt insofern an, als von mit T. versehenen Tieren Tuberkelbacillen ausgehustet, mit dem Kot ausgeleert oder sonstwie ausgeschieden werden können, die dann von gesunden Tieren eingeatmet oder mit Futter, auf welches sie der unglückliche Zufall gelangen ließ, verzehrt, erneut Veranlassung zum Entstehen der gefährlichen Krankheit geben. Trennen der tuberkulösen Tiere von gesundem Vieh, Sorge dafür, daß die von Kranken herstammenden Tuberkelbacillen durch öfteres Desinfizieren der Ställe mit starkem Carbolwasser oder mit Sublimatlösung (1: 1000) vernichtet werden, ist fast alles, was man gegen T. der Tiere thun kann, wenn man nicht noch berücksichtigt, daß die Disposition zu dieser Krankheit entschieden vererbt, deshalb alle nahe Verwandten von tuberkelkranken Tieren streng von der Zucht auszuschließen sind. Die Tuberkeln sind meist kleine, etwa hirsekorngroße, umschriebene, zellige Knötchen, welche anfangs einen gallertigen Inhalt, später eine gelbe, mehr weiche, breiige oder eine starre, gelbweiße, käsige, bröckelige Masse enthalten; anstatt der Knötchen beobachtet man zuweilen verschieden größe, umschriebene Verdichtungen des Gewebes der Leber, Lunge, des Darmes u. s. w. als Folge der tuberkulösen Entzündung. Das normale Gewebe und das aus diesem bestehende Organ wird seinem Untergang zugeführt, dadurch, daß die Tuberkeln massenhaft, dicht aneinander kangen Bri oder gelber bröckeliger Masse erfüllter agert auftreten, oder zum Entstehen mit gelbem, Hohlräume (Cavernen) Veranlassung geben, oder mit Kalksalzen durchsetzte Verdichtungen (verkreidete