FeedUferbau
BaukunstBrockhaus 1882

Uferbau nennt man jedes Bauwerk, welches dazu bestimmt ist, die Gewässer in ihren Grenzen zu erhalten oder ihren Lauf zu regeln. Die U. werden teils zum Schutze der User gegen den unmittelbaren Angriff des Wassers durch Abschälung und Auskolkung, sowie zur Sicherung der anliegenden Grundstücke gegen Überschwemmung teils im Interesse der meutiich p der Gewässer für industrielle Zwecke, namentlich zur Schiffahrt ausgeführt, als erasungen, Bepflanzungen, Pflasterungen, natürliche oder künstlich hergestellte Böschungen, als dem Boschungsfuße vorliegende Steinwürfe, als Faschinenwerke, hölzerne oder eiserne Bohlwände, massive Mauern; bei flachern Ufern als umschließende Erddämme: endlich als Buhnen und Parallelwerke zur Ablenkung, Brechung, Einengung, Regulierung des Flußbettes, Erzielung von Im U. tomme an bestimmten Stellen etc. Die größten U. kommen an den Meeresküsten, namentlich als Schutzdeiche für die Niederungen von Holland, Belgien, Ostfriesland gegen Meeresüberschwemmungen durch Hochfluten, ferner bei Hafenanlagen, endlich an schiffbaren Flüssen vor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 948Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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