Vaporimẽter, ein von H. Geißler in Bonn konstruierter physik. Apparat, welchen man zur Bestimmung des Alkohols im Wein, Schaumwein, Bier u. s. w. häufig anwendet. Es wird in demselben die Tension der Dämpfe durch eine Quecksilbersäule gemessen; da die Tension von Alkoholdampf bei 78,3 der reinen Atmosphäre gleich ist, während Wasserdampf erst bei 100“ einen Atmosphärendruck ausübt, so kann der Alkoholgehalt einer Flüssigkeit durch die Höhe einer Quechsilbersäule bestimmt werden, die bei einer genau bestimmten Temperatur durch die aus der alkoholhaltigen Flüssigkeit sich entwickelnden Dämpfeemporgehoben wird. Der Apparat, obgleich ziemlich einfach, ist ohne Abbildung nicht wohl zu erläutern nur sei erwähnt, daß eine Skala neben der vertikal aufsteigenden Quecksilbersäule anzeigt, wie viel Prozent Alkohol dem Gewicht oder dem Volumen nach in der Flüssigkeit enthalten sind. Die mit dem V. erzielten Resultate sind für technische Zwecke genügend genau, streng wissenschaftlichen Anforderungen entspricht dagegen der Apparat nicht.