Vannucci (spr. -utschi), Maler, s. Perugino. Bannurci (Alto), ital. Geschichtschreiber, geb. 1. Dez. 1808 zu Tobbiana im Gebiet Pistoja, im Seminar dieser Stadt gebildet, wurde 1831 Professor der Litteratur und Geschichte am Collegio Cicognini in Prato, beteiligte sich an der nationalen Bewegung von 1848, mußte deshalb 1849 ins Exil wandern, ging nach Frankreich, England, Belgien und der Schweiz, kehrte 1856 nach Italien zurück und leitete in Florenz die Zeitschrift 4 Rivista di Firenze yv. Im J. 1859 wurde er Bibliothekar der Magliabechiana, später Professor der lat. Litteratur am Istituto di Studi superiori in Florenz und Senator des Reichs, zog sich aber 1878 von allen Amtern zurück. Er starb 10. Juni 1883 in Florenz. — Von seinen Schriften, die sich durch klassische Form und gediegenen Inhalt auszeichnen, sind zu nennen: „Studii storici se morali sulla letteratura latina „ (3. Aufl., Flor. 1871), «Vita ed opere di Giuseppe Montanio (Capolago 1843), &I primi tempi della libertà florentinas (Flor. 1853; 3.Aufl. 187), Storia dell' Italia anticas (Flor. 1846 fg.; 3. Aufl., 4Bde., 1872), «Vita ed opere di G. B. Niccolini o (2 Bde., Flor. 1866), 4I martiri della libertà italianas (6. Aufl., Mail. 1877), Il quarto Centenario di Niccolò Machiavellis (Flor. 1869).