Viölon labgekürzt für Kontraviolon), ital. Violone, Kontrabaß oder Große Baßgeige nennt man das größte Geigeninstrument, welches den Grundbaß führt. In dem ital. Ochester hat das V. gewöhnlich nur drei Saiten, in Deutschland meist vier, anderwärts sogar fünf. Die vier Saiten werden in E, A, d, g gestimmt und klingen um eine Oktave tiefer als a dem Violoncello (s. d.). Früher hatten die V. Messingstäbe quer unter den Saiten zur Angabe der Intervalle; seit 1820 sind dieselben weggelassen, freilich nicht zum Vorteil der 1e behen und Bestimmtheit dieser tiefen Töne. Die besten Schulen für das V. schrieben Wenzel, Hause und Fröhlich. Dragonetti in London, Eishold in Berlin, Müller in Darmstadt, der Italiener Bottesini u. a. haben dieses schwerfällige Instrument sogar zu Solovorträgen gebraucht.