Kontrabaß, das größte und im Tone tiefste Streichinstrument der heutigen Musik, war im Altertum, selbst noch im Mittelalter unbekannt und bildete sich erst seit dem 16. Jahrh. zu seiner jetzigen Form aus. Durchweg hat der K. vier Saiten, in Quarten aufsteigend (contra E, A, D, G), doch kommen auch dreisaitige vor. Man schreibt die Töne eine Oktave höher, als sie klingen; wenn K. und Violoncell dieselben Noten spielen, entstehen also Oktaven. Weil auf diesem ungefügen Instrument die Töne schwer rein zu greifen sind, bezeichnete man sie früher durch Metallstäbe quer unter den Leisten; seit 1800 sind aber dieselben nach und nach fortgeblieben. Der größte Virtuose auf dem K. war Dragonetti (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 505Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei