Wakefield, Municipalstadt und Parlamentsborough in der engl. Grafschaft Nork, Hauptort des Westriding, in fruchtbarer Gegend, 43,7 km sudwestlich von Nork, links am Calder gelegen, über den eine uralte Steinbrücke mit einer von Eduard IV. zur Crinnerung an den Tod seines Vaters erbauten Kapelle führt, ist Knotenpunkt der Eisenbahnen Great-Northern, Midland, Lancashire and Vorkshire, Manchester-Sheffield and Lincolnshire, ein sehr alter Ort, aber freundlich und im ganzen gut gebaut. Die schönsten Häuser stehen in der Vorstadt St.⸗Johns. W. zählt (1881) 30573 E., hat eine Grafschaftshalle, einen Gerichtshof, ein Zuchthaus, eine Markthalle und Kornbörse, ein Versorgungs⸗ und ein Zufluchtshaus, eine got. Kirche mit 70 m hohem Turme, eine Lateinschule, ein Handwerkerinstitut und eine öffentliche Bibliothek. Der Ort ist ein Hauptsitz der Tuch⸗ und Wollzeugfabrikation. Es bestehen Garnspinnereien, Färbereien, und Seirefabait Schiffswerfte, Kohlengruben, Malz- und Seifefabriken, Vitriolwerke und Seilerbahnen, sowie ein ausgebreiteter Handel mit Wolle. Zugleich gilt W. als Getreide⸗, Vieh⸗ und Kohlenmarkt der benachbarten Fabrikbezirljfe. Der Wakefieldkanal führt der Stadt besonders aus Norfolk und Lincolnshire zahlreiche Herden und Getreidevorräte zu. W. ist auch bekannt durch Goldsmiths (s. d.) Roman «The Vicar of Wakeflelds, sowie durch den hier 24. Dez. 1460 vom Grafen von Northumberland für die Königin Margarete üuber den Herzog von Nork erfochtenen Sieg, der letzterm das Leben kostete.