Wardö, Stabt in der gleichnamigen Vogtei im östl. Teile des norweg. Amts Finmarken auf einer durch den Busse-Sund vom Festland getrennten Insel, hat zwei Häfen und zählt (1875) 1322 (1825 nur 88), die lebhaften Handel mit Produkten der Fischerei besonders nach Rußland treiben. Dicht bei der Stadt, unter 70“ 22 35“ nördl. Br., 48 östl. L. (von Ferro) liegt die nördlichste Festung der Erde, Wardöhuus. Dieselbe ist ganz unbedeutend, hat nur eine geringe Besatzung, wird aber als Grenzpunkt betrachtet. Die südlich angrenzende Vogtei führt den Namen nach dem gegen Westen tief unter 70 nördl. Br. ins Land einschneidenden Warangerfjord, an dessen nördl. Ufer die Stadt Wadsö liegt, welche seit ihrer Gründung 1833 durch die reichen Fischereien in dem Fjord und den Handel mit Fischprodukten nach Rußland schnell emporblühte und 1875 schon 1764 E. hatte. In neuester Zeit ward dicht bei W. eine große Fabrik zur Bereitung von Fischguano gegründet.