Wassmannsdorff (Karl Wilh. Friedr. bedeutender Turnschriftsteller, geb. 24. April 1821 zu Berlin, besuchte daselbst das Gymnasium und die Universität, wo er philolog. Studien oblag. Frühzeitig wandte er sich auch dem Turnen zu. Von 1845 an wirkte er neben A. Spieß als Lehrer in Basel und siedelte 1847 als Turnlehrer nach Heidelberg über. Große Verdienste hat sich W. bezüglich der Einheitlichkeit, Einfachheit und Natürlichkeit der jetzt gebräuchlichen Turnsprache und mit der Erforschung der Leibesübungen früherer Zeiten in Deutschland erworben. Er schrieb: „Zur Würdigung der Spießschen Turnlehrer (Basel 1845), „Vorschläge zur Einheit der Kunstsprache des deutschen Turnens » (Berl. 1861), «Die Ordnungsübungen des deutschen Schulturnens » (Frankf. 1868), 4Sechs Fechtschulen der Marxbrüder und Federfechter 1573 — 1614; nürnberger Fechtschulreime 1539, Ehrentitel und Lobspruch der Fechtkunst 15895 (Heidelb. 1870), «Turnbuch, 1500 gedruckte» (Heidelb. 1871), «Ringkunst des deutschen Mittelalters mit 119 Ringerpaaren » (Lpz. 1870), (Das deutsche Hiebfechten der berliner Schule (Lahr 1882), (Die Turnübungen in den Philanthropinen» (Heidelb. 1870). Wasnkuma, die Bewohner von Usukuma (s. d.).