Weißenburg, zum Unterschied von den andern gleichnamigen Städten früher auch Weißenburg am Rhein und Kronweißenburg genannt, Kreis- und Kantonshauptort im elsaß-lothring. Bezirk Unterelsaß, liegt 59 Em nördlich von Straßburg, an der Lauter in schöner Gegend am Fuße der Vogesen und an der pfälz. Grenze. W., seit 1871 als Festung aufgegeben, ist Station der 2. Divisii Linie Straßburg-W. der Elfaß-Lothringischen Eisen⸗ schall Me bahnen, an der hier die Pfälzische Bahn nach Neu-dem südnu stadt anschließt, Sitz der Kreisdirektion und eines wurde hie Amtsgerichts, hat ein Gymnasium, eine höhere unter Fül Töchterschule und an bemerkenswerten Gebäuden: gegriffen die kath. Kirche aus dem 13. Jahrh., die evang. 1000 Gef Kirche und das 1741 erbaute Rathaus. W. zähltneral Do (1885) 5981 meist evang. E., welche sich hauptsäch-chem sich lich mit Acker⸗, Wein⸗ und Hopfenbau beschäftigen. division Die im 7. Jahrh. gegründete Benediktinerabtei W., ment bei an welcher um 850 Otfried (s. d.), der Dichter des zeichneten Cvangelienbuchs, Mönch war, wurde 1524 ein und wurr Kollegiatstift und kam 1546 an das Bistum 5. bayr. Speier. Die Stadt, seit 1247 Freie Reichsstadt, fanteriereg gehörte erst dem Rheinischen Städtebunde, nach Kampfes 1354 dem cden Ruswister Kriededems an, ge⸗ dem inzwi langte durch den Ryswijker Frieden an Frankreich korps ume und 1871 wieder an Deutschland. W. war 1721 ziemlich gr —25 Residenz von Stanislaus Leszezynski. Die Weiße vor den Stadtthoren am Fuße des Scherhohl simmentha (507 m) beginnenden, bis nach Lauterburg sich er-Uvon der 9 streckenden, 1704 vom Marschall Villars erbauten liegt 7371 sog. Weißenburger Linien, welche 13. Olt. von Thun 1793 der österr. Feldmarschall Wurmser einnahm Poststraße und Pichegru zwei Monate später zurückeroberte‚ Fahrstraße sind seit 1873 niedergelegt. — Der Kreis Weißen⸗ sehngen un burg zählt auf 602 qkm (1885) 58323 E. gelegenen Im Deutsch⸗-Französischen Kriege von 1870 und dem Vordet 1871 fand 4. Aug. 1870 das Treffen bei Wei⸗ teten Kurhs ßenburg statt, das erste größere Treffen zwi⸗ bescheidener schen deutschen und französischen Truppen. Die oben an de on (Douay) des 1. franz. Korps (Marac-Mahon) stand in starker Stellung auf vestlich von W. gelegenen Geißberge und er vom 2. bayr. und 5. preuß. Armeekorps hrung des Kronprinzen von Preußen an- und mit großem Verluste (darunter gegen fangene und ein Geschütz) geschlagen, Geuay fiel gegen Ende des Kampfes, in wel⸗ )K namentlich die 9. preuß. Infanterie- und besonders das Königsgrenadierregi-Erstürmung des Schlosses Geißberg aus1. Die Stadt W. war nur schwach besetzt de schon zu Anfang des Treffens vom Jägerbataillon und dem 58. preuß. In-Wach W — Urg. giment genommen. Gegen Ende des wurde die franz. Stellung auch noch von ischen eingetroffenen 11. preuß. Armeegangen und hierdurch namentlich eine roße Zahl von Gefangenen gemacht. uburg, Dorf und Bad im Bezirk Nieder-U des Wwein Kantons Bern. Das Dorf, Ruine der Burg Weißenburg überragt, meüber dem Meere, 16 kEm südwestlich auf dem linken Ufer der Simme, an der des Simmenthals und ist durch eine mit dem 1½ km nordwestlich in der nd waldigen Schlucht des Bunschibachs Bade verbunden. Dieses besteht aus ern Bad (844 m), einem der besteingerichzäuser der Schweiz, und dem ältern und rn Hintern Bade, welches etwas weiter er engsten Stelle der Schlucht liegt, und verdankt seiner geschützten Lage am Südfuß der Stockhornkette, seinem gleichmäßigen feuchtwarmen Klima und seiner Quelle, einer 1600 entdeckten Gipstherme von 26 C., einen weitverbreiteten Ruf als Kurort für Lungenkranke. Vgl. Schnyder, „Bad und Kurort W. in der Schweizv (Bas. 1884).