FeedWeißkirchen
ErdkundeBrockhaus 1882

Weißkirchen (Ungarisch-Weißkirchen, ungar. Fehértemplom), Stadt im ungar. Komitat Temes, im Nerathal, 8 Em von der Donau, Station der Linie Temesvär-Bazias der Osterreichisch-Ungarischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Gerichtshofs, Bezirksgerichts, Forstamts, Finanzkommissariats, hat ein Obergymnasium, eine höhere Töchterschule und große Spitäler und zählt (1880) 9845 deutsche und serbische E. W. war einer der größten Weinproduktionsorte Europas (jährlich 300000 hh, doch wurde der Weinbau durch die Phylloxera größtenteils verwüstet. W. wurde 1716 durch deutsche Ansiedler gegründet, 1738 und 1788 von den Türken zerstört, gehörte dann zur banat. Militärgrenze und war 1877 dem Temeser Komitat einverleibt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 530Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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