FeedWhiston (William)
ReligionBrockhaus 1882

Whiston (William), berühmter engl. Gelehrter und Theolog, geb. 9. Dez. 1667 zu Norton, erwarb sich durch seine mathem.⸗astron. Schriften solchen Ruhm, daß Newton ihn zu seinem Nachfolger in der Professur der Mathematik empfahl. Im J. 1703 quittierte er sein Pfarramt und wurde Prosessor der Mathematik in Cambridge. Als solcher schrieb er die Praelectiones physico-mathematicae (1710), in denen er das System Newtons popularisierte, zog sich aber durch seine Zweifel an der Lehre der Dreieinigkeit Verfolgungen zu, welche 1710 seine Entfernung vom Lehramte zur Folge hatten. Vom geistlichen Gerichtshofe wurden seine Schriften verdammt. Hierauf ging er nach London, wo er mit Beifall Vorlesungen über Astronomie hielt. Gegen Ende seines Lebens trat er zu den Baptisten über und lehrte die Nähe des Tausendjährigen Reichs. Er starb 22. Aug. 1752 zu London, nachdem er sich noch durch Erfindung einer Maschine bekannt gemacht hatte, welche die vor Anker liegenden Schiffe gegen Stürme und Wellen schützt. Von seinen zahlreichen Schriften sind die wichtigsten: KTheory of the eartho (1696), &Primitive christianity revived (5 Bde., Lond. 1712) und The genuine works of Flavius Josephus in englisho (Lond. 1736 u. öfter). Vgl. seine Autobiographie Memoirs otf the life and writings of W.v (3 Bde., Lond. 1749—50).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 596Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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