FeedWirbeltheorie
HimmelskundeBrockhaus 1882

Wirbeltheorie nannte man eine kosmologische Ansicht von Descartes (s. d.), nach welcher die Bewegung der Himmelskörper von wirbelnden Strömungen eines das Weltall erfüllenden Athers bewirkt würden. Von dieser W. gänzlich verschieden ist die W. von W. aheit der (1867 - 72), nach welcher die Verschiedenheit der Atome aus Wirbelbewegungen einer und derselben Flüssigkeit abgeleitet wird. Aus den so erhaltenen Wirbelatomen erklärt er die Konstitution der Materie. Zur Gravitationslehre seiner Wirbelatome benutzte Thomson die auf dem Stoße beruhende Gravitationstheorie von Lesage (gest. 1803). Auch die zur Erklärung der Wirbelstürme dienenden Hypothesen nennt man W.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 695Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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