FeedZäpfchen (uvula)
HeilkundeBrockhaus 1882

Zäpfchen (uvula), in der Anatomie die kleine, walzenförmige Verlängerung des Gaumensegels, welche man hinten in der Mitte der Mundhöhle über der Zungenwurzel herabhängen sieht. Dasselbe besteht aus zwei Schleimhautplatten, zwischen denen sich Muskelfasern zum Verkürzen und Krümmen des 3. befinden, und beteiligt sich mit dem Gaumensegel am Verschluß der hintern Nasenöffnungen. Die Schleimhaut entzündet sich nicht selten (sog. Zäpfchenentzündung oder Zäpfchenbräune) und dadurch wird das Z. dicker und länger, erschwert dann das Schlucken und kann, indem es bis auf die Zunge herabreicht, Reiz zum Brechen und Husten erzeugen. Man pflegt dann zu sagen: das Z. ist gefallen. Bei chronischem Katarrh der Schleimhaut erlangt das Z. dauernd eine größere Länge, sodaß man sich öfter genötigt sieht, die Spitze desselben abzuschneiden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 840Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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