
b) 3 Th. zu Staub gemahlener Wetterkalk, 2 Th. roh gemahlene Eisenschlacken, 2 Th. grobgekörntes Ziegelmehl, 1 Th. Marmorbröckchen u. 2 Th. grober Flußsand mit gekochtem warmen Wasser angefeuchtet u. in Haufen gebracht; hat die Mischung sich gehörig erhitzt, wird sie auf der Reibmühle in zähen Teig verwandelt und verbraucht. h) Sehr geschätzt wird der gegossene u. komprimirte B. von Coignet, der aus einer Mischung von Steinkohlenasche u. fettem Kalk besteht; die nur mit wenig Wasser angefeuchtete Masse wird in Holzformen für die zu errichtende Mauer gebracht und festgestampft. In wenigen Monaten werden solche Mauern hart wie Quaderstein. Da nicht überall Steinkohlenasche zu haben ist, so hat Coignet zwei Arten B. zusammengesetzt, die er ölonomischen B. und harten, festen B. nennt. Der erste besteht aus 7 Th. Sand, Kies, Kiesel, 3 Th. gewöhnlichem fetten, ungebrannten Thon und 1 Th. ungelöschtem Kalk. Auch kann man nöthigenfalls gewöhnliche reine Erde anwenden, wenn man sie mit einer gewissen Quantität fetten od. hydraulischen Kalkes vermischt. Der harte, feste B., verdichtete B., franz. b. Aggloméré, engl. condensed concrete, besteht aus 8 Th. Sand, Kies u. Kiesel, 1 Th. gewöhnl. gebrannter u. zerstoßener Erde, 1 Th. zerstampfter Steinkohlenasche u. 1½ Th. fetten od. hydraulischen Kalks. 3. Bereitung: Auf den Boden eines Kastens von den durch die Größe der Gründung bedingten Mäßen werden zunächst z. B. 7 Raumtheile Mörtel ausgebreitet, mit 12 Th. Brocken bedeckt und dieselben in den Mörtel eingestampft; nachdem 3 solcher Schichten auf einander liegen, wird die Masse umgewendet und mit starken Schaufeln u. Hacken geknetet, bis die Brocken, ganz von Mörtel umhüllt, an der Farbe nicht mehr zu erkennen sind. Bei Anwendung von Ziegelbrocken kann man dieselben vorher besprengen, aber nicht gänzlich durchnässen. Weniger mühsam u. gleichmäßiger geschieht die Knetung in Trommeln; diese werden von starken Bretern oder Pfosten gezimmert, mit gutem eisernen Gebinde versehen und haben eine Klappe, welche durch Schubriegel befestigt wird. Die durch die Trommel gehendeeiserne Stange liegt an beiden Seiten auf Stempeln auf und ist an jeder Seite mit Drehern versehen, so daß, wenn die Trommel mit den Materialien gefüllt ist, dieselben durch Umdrehen gehörig u. mit leichter Mühe gemischt werden können. — Aus 4 Volumtheilen B.⸗Masse werden 3 Volumtheile gelegter B. 4. Verwendung: a) Zu Gründung von Wasserbauten wird er in Kästen, Säcken oder Körben in das Wasser versenkt und unter dem Wasser ausgeschüttet; s. darüber den Art. Gründung. b) Zu Gründung auf dem Lande, bei feuchtem oder sonst unzuverlässigem Baugrund wird er einfach in die Grundgrube geschaufelt, schichtenweis geebnet und gestampft. Ist der umgebende Baugrund sehr ausweichend, so thut man gut, die Grundgrube auszuschalen. B.⸗ Gründung muß sehr breit angelegt werden und ist bei weitem nicht so zuverlässig, als man meist annimmt. c) Zu Herstellung von Gußgewölben (s. d.) wird er auf mit gehobelten Bretern verschalten Gerüsten in der gewünschten Gewölbform ausgegossen, wo dann die Rüstung erst nach dem Trocknen des B.s herausgenommen wird. d) Auch Fußböden kann man aus B. gießen, s. d. Art. Fußboden, Kalkgußfußboden u. Anstrich. B. Im Kriegsbau nennt man so gewisseKitte. Man verwendet bes. Cement-B. u. Blei-B (Blei u. feine Eisentheile) als elastische Zwischenlage zwischen Panzerplatten. Derartige Panzer bestehen z. B. aus 3,½ em. starken Platten mit 2½ em. starken Zwischenlagen von B. Betongründung, k., frz. bétonnage, empatement, empastement, m., engl. conerete-foundation; s. d. Art. Beéton A. 3 und Gründung. betonnen, akt. Z., s. v. w. bebaaken, die Grenzen des Fahrwassers durch Tonnen markiren. Betpult, u., Betschemel, m., frz. prie-Dieu, m., engl. prayer's desk, hassock, lat. oraleé, ein Betpult, in Schlaf- und Arbeitszimmern, namentlich in katholischen Ländern häufig, besteht aus einem ziemlich steilen Pult, unten mit einem in der Regel gepolsterten Knieschemel versehen. Näheres s. in M. M. a. W. betrahmen, akt. Z., auch auftrahmen genannt, s. v. w. Balken auflegen. betrappen, betreppen, akt. Z., besond. von Giebeln: mit Abtreppung, Katzentreppen od. Zinnen versehen. Betrieb, m., franz. exploitation, f., engl. working, 1. Verwaltung u. Regelung des Gebrauchs von Maschinen, Eisenbahnen, Mühlen, Fabriken re. Zum B.gehört in erster Instanz Geld, das sogen. Betriebskapital. Eben so wichtig ist aber auch eine gute Organisation, weil sonst ein Chaos eintritt, das mit Zerrüttung der Vermögensumstände endet. Einrichtung u. Wirksamkeit eines B.es ist nicht denkbar ohne zweckdienliche Gesetze, u. daher muß ö besond. jedes Fabrikwesen eine klare gesetzliche Grundlage erhalten, wodurch es möglich wird, die verwickeltsten Geschäfte auf einfache, bestimmte Regeln zurückzuführen; die Gesetze aber nützen wiederum nichts, wenn sie nicht richtig gehandhabt werden, und hierbei kommen die Fähigkeiten des Chefs, der Beamten u. selbst die des Arbeiterpersonals in Frage; denn ohne die geeigneten Fähigkeiten dieser Faktoren ist die für den B. förderliche Ordnung nicht zu erhalten. Nach der Beschaffung des dem B. zu Grunde gelegten Kapitals kann man verschiedene Arten von Unternehmungen unterscheiden. Es kann nämlich das Kapital von einem Einzelnen oder von Mehreren geliefert werden. Sind mehrere Unternehmer zusammengetreten, so können diese entweder eine Kompagnie gegründet haben, welche der Welt gegenüber wie ein einziger Unternehmer haftet, od. es kann das nöthige Betriebskapital durch gleichmäßige Beiträge, z. B. gegen Ausgabe von Aktien, erhoben worden sein. Die Aktie sichert dem Besitzer einen Antheil am Gewinn, macht ihn aber nicht für fernere Zahlungen haftbar, wenn das Unternehmen mißglücken sollte, während der einzelne Unternehmer mit dem ganzen Vermögen stets den Gläubigern haftet; beim Aktienbetrieb wird deshalb auch in bestimmten Zeiten öffentlich Rechenschaft über den Stand der Aktiva und Passiva abgelegt; auch findet Ueberwachung von Seiten des Staates statt, während dies in dem andern Fall nicht geschieht. — 2. In betreff der zum Fabrikbetrieb dienenden Motoren oder Kraftmaschinen unterscheidet man Hand-, Wasser⸗, Dampfbetrieb etc.; natürlich können auch mehrere Motoren gleichzeitig beim Betrieb vorhanden sein. (Se.) 3. Im B. sein heißt a) bei Bergwerken s. v. w. befahren werden; b) bei Maschinen s. v. w. im Gange sein; bei Hohöfen etc. s. v. w. beschickt und entzündet sein. Betriebsmaterial, Selriebsmittel, u., 1. frz. matériel m. d'exploitation, engl. Wworking-stock, das zum Betrieb eines Werkes, einer Fabrik etc. außer dem eigentlichen zu verarbeitenden Rohmaterial gebrauchte Material, z. B. Werkzeuge, Wagen, Heizstoffe etc. — 2. Bei Eisenbahnen, frz. matériel roulant, engl. rolling-stock, der Wagenpark und die Lokomotiven nebst Zubehör. Betriebswasser, Aufschlagwasser, n., frz. eau f. motrice, engl. moving-water, die zum Betrieb von Mühlen verwendbareWassermenge eines Baches, Flusses od. Stromes. Betsäl, m., frz. oratoire, engl. oratory, eine Art Kapelle, unterscheidet sich von den Kirchen, außer durch seine kleinen Dimensionen, bes. dadurch, daß die Sakramente in demselben nicht ausgeübt werden und daher betr. Einrichtungen fehlen. Man findet sie in Schulen, Heilanstalten, Gefängnissen sowie in Ländern, wo die betr. Religion blos geduldet ist. Betsäule, f., frz. colonne oratoire, Andachtsstätte auf freiem Feld od. am Weg, besteht aus einem schmalen Pfeiler mit Tabernakel, worin ein Kruzifix, ein Heiligenbild Sbibliothek Heidelberg od. dgl.; vor ihrem Fuß ist zuweilen ein Altar oder doch ein Weihbecken angebracht. Betstuhl, m., frz. bane fermé, engl. pew, ein einzelner, besereich verzierter Kirchenstuhl, vom Chorstuhl durck geringere Höhe u. Ausladung des Baldachins verschieden, auch an den Seiten verschließbar; s. auch Art. Kirchenstuhl. Bett, n., 1. Bett, frz. lit, m., engl. ped, lectus, mn., al Ruhelager. Das Bett der Griechen (Nn, Rolrn) u. Röme (lectus, torus, s. Fig. 550) bestand zunächst aus einer Bettgestell (s. d.), Demnion, sponda. Die Sponda wa Rücken verbunden wurden, auf Form wurde in der Hauptsache von den Deutschen 2c. Adoptirt; im Mittelalter wurde oft viel Luxus mit den Bettgestellen getrieben; ein noch ziemlich einfaches Beispiel s. Fig. 551; meist schlief jedoch die ganze Familie in einem B. oft von 8Fuß Breite, jetzt findet man diesen Gebrauch nur noch selten. Am häufigsten sind die einschläferigen oder einmännischen Betten, 1,—2 m. lang, 0, bis 1½ m. breit, doch sollte Eman als Minimum 1½0 m. Länge und 1½20 m. Breite, Lichtenmäß, annehmen; zweischläferige oder zweimännische, auch Lichten breit sein. Gewöhnlich gefertigt und bestehen aus 4 Beinen (Stollen oder Pfosten), einem Kopf⸗ u. Fußblatt u. zwei Seitenbretern, welche nach dem Kopfende zu etwas erhöht sind; wo Luxus getrieben werden soll, giebt man dem B. einen Himmel od. ein Behänge; zu diesem Behuf wird entweder ein schwebender Kranz über dem B. aufgehängt oder an der Wand befestigt von wo aus die Vorhänge, sich nachunten ausbreitend, über das B. herabhängen, oder man verlängert die Bettpfosten zu Säulen und überlegt sie mit einem Gebälk, von dem aus die Vorhänge gehen. Man kann hier natürlich sehr manchfache Gestaltungen anwenden, auch kann man das B. in eine Bettuische stellen und diese mit Vorhängen verschließen. Da hölzerne Bettstellen sehr oft dem Ungeziefer zum Aufenthalt dienen, so wendetman jetzt überall da, wo sorgfältig auf Fernhaltung von Ungeziefer gesehen werden muß, Bettstellen von Eisen an, bes. in Gasthäusern, Krankenhäusern, Kasernen. Auch in Privathäusern kommen gußeiserne u. schmiein allgemeinen Gebrauch. Bettstellen haben in der Regel eine hölzernen; nämlich massive volle Häupter, welche oft sehr reich ornamentirt, bronzirt, lackirt oder vergoldet sind. Londoner Gewerbeausstellung vom Jahr 1851 bot sogar Muster, bei denen die Häupter u. Seitenwangen aus durchbrochenen Verzierungen bestanden, hinter welchen Glasspiegel angebracht waren. Solche Bettstellen sind aber schwer, kalt, theuer u. unpraktifch, indem die Ornamente Staub⸗ u. Schmutzwinkel bilden u. dem Ungeziefer Schlupfwinkel bieten. Scharftantige, stark vortretende Verzierungen von Metall bringen überdies leicht Gefahr für die entblösten Körpertheile des Schläfers. Es empfiehlt sich daher, die Bettgestelle möglichst glatt, ohne scharfe, vorstehende Ecken und Spitzen zu machen, und dem Eisen als gutem Wärmeleiter möglichst wenig Masse und Oberfläche zu geben. Schmiedeeiserne Bettgestelle werden von kantigem, besser von Rundeisen hergestellt. Wo Leichtigkeit besonders erfordert wird, wie 3. B. bei zusammenlegbaren Reisebetten, kann man auch Eisen⸗ oder Messingröhren verwenden. Bei feststehenden Bettgestellen werden die Verbandstücke meist vernietet, doch auch verschraubt. Wo, wie in Gasthäusern, Krankenanstalten, Kasernen etc., dasselbe B. von verschiedenen Personen benutzt wird, muß man die Maäaße nach großen Personen bemessen. Oben am Kopf und unten an den Füßen sollen vom Körper bis zur Bettlade noch 10—15 em. frei bleiben. Bei eisernenBettstellen ist dies besonders nothwendig. Zweischläferige Betten sollen mindestens 1½½ m. breit sein. Kinderbetten werden für die verschiedenen Lebensalter in verschiedenen Größen gefertigt. Man versieht dieselben gern, um das Herausfallen zu verhindern, mit erhöhten Galerien, und bei eisernen Bettgestellen häufig mit geflochtenen Wänden. Diese Wände können feststehend od. zum Abnehmen eingerichetet sein. Statt mit Drahtgeflecht, werden häufig auch, u. ganzzweckmäßig, die eisernen Rahmen mit Rohrgeflechten od. mit Schnurennetzen versehen. Bei den B.en für Erwachsene ist wenigstens an dem Kopftheil eine vertikale Wand od. ein Rahmen erforderlich, gegen welchen das Kopfkissen oder die Kopfrolle sich anlegt. Gewöhnlich wird auch am Fußende ein solcher Rahmen, zuweilen niedriger als der am Kopfende, angebracht. Zu Ornamentirung durch eingelegte od. plastische Arbeit bieten die Rahmen ein weites Feld. Soll das B. mit Vorhängen (Gardinen) versehen werden, so kann man die 4 Eckpfosten etwas stärker nehmen, verlängern, als Säulchen behandeln u. oben durch horizontale Stangen, woran die Vorhänge befestigt werden, verbinden. Oder man führt, graziös, aber minder zweckmäßig, von den Eckpfosten der gewöhnlichen Bettstelle, in gebogenen Linien aufwärts u. nach der Mitte zu, eiserne Drähte, die oben unter sich, etwa in Form Fig. 553. Schmiedeeiserne Bettstellen. einer Krone etc., durch einen Eisenreif verbunden werden. In die Bettstelle wird nun zunächst der Bettboden ge-Fig. 554. Eiserne Reisebettstelle. legt; bei hölzernen Bettstellen sind meist zu diesem Behuf an die Seitenbreter unten Leistchen befestigt, auf die sich Latten oder Breter (Bettbreter) legen. Angenehmer ruht sich's, wenn die Matratze etc. nicht auf solchen Bretern, sondern auf einem mit Gurten bespannten Rahmen, Bett. rahmen, liegt; bei eisernen Bettstellen wird der Rahmen meist dadurch entbehrlich, daß man zwischen die Beine Eisenstäbe einspannt und diese mit flachgelegten Eisenschienen überdeckt. Gewöhnlich läßt man analog den Gurten eine Gruppe von parallelen Bandschienen der Länge nach und eine zweite der Breite nach laufen u. zwar so, daß sie eine Art Geflecht bilden, worauf das Unterbettwerk (Strohsack, Matratze u. Federunterbett) gelegt wird. Man kann die Rahmen aber auch hier mit leinenen Gurten überspannen. An englischen Betten sahen wir eine Ueberspannung mit einer Art Stahlfedern, die jedoch keine bemerkenswerthen Vortheile bot, was eher von dem ringpanzerähnlichen Drahtgeflechte gilt. Fig. 552 zeigt eine schmiedeeiserne Bettstelle, in ½% der natürlichen Größe, aus vierkantigen Stäben. Die 4 aufrechten Stäbe à a haben einen quadratischen Querschnitt von 17 mm. Seitenlänge und sind 0,½ m. hoch.! Die horizontalen Seitenschienen bbestehen aus Flacheisen von 8 mm. Breite und 19 um. Höhe und sind in die aufg rechten Stäbe mit Zapfen eingesetzt und vernietet. Die Bettträger oe sind 6 m. breit, 19 m. hoch und mit den Seitenschienen bh vernietet. Die an den Häuptern angebrachten Stäbe dd, ebenfalls aus 6ö6mi.breiten u. 19mm. hohen vierkantigen Stäben, sind in die Vertikalstäbe à mit Zapfen eingesteckt u. vernietet. Die gebogenen Wangenstäbe ęe sindg am. auf 19mm.stark, oben mit Zapfen eingesteckt, vernietet u. unten an den inneren Seiten der Schienen bangenietet. Das ganze Gestell wiegt 44 —45 Kkg. In Fig. 553 ist eine schmiedeeiserne Bettstelle aus Rundeisen, in /½% der natürlichen Größe, dargestellt. Die 4 Eckstäbe a a haben 17 mm. Durchmesser, die horizontalen aber 12 mm. und die schwächeren Vertikalnur 6 mm. Ueber die unteren horizonzunächst quer die Flachschienen dd.... Länge nach zum Tragen des Bettwerks, gelegt. Hebt man die Schienen dàd und sich die Bettstelle flach zusammenklappen, Verbindung der horizontalen Stäbe beb mit den a nicht fest ist, sondern aus Oesen besteht, Umdrehung zulassen. Die unteren Stäbe b Ansätzen (Gesenken), die sich an den vertikalen befinden. Die Einklappbarkeit gestattet beque-Transport, hat aber den Nachtheil, daß das B.nicht in seinen Verbindungen steht. die Ansicht einer eisernen Reisebettstelle, eigentlich Faltbett, mit Himmel dar, welche zusammengelegt und samt Bettwerk in einen mäßig elegantes Aussehen gewünscht, so 44 fertigt man solche Bettstellen aus deingenäht wird, das dem Bettwerk als Unter-Man sieht leicht, wie sich dieganze Bettstelle zusammenlegen läßt. Das Unterbett besteht aus einer Luftmatratze und eben solchem Kissen, welche je mit luftdicht schließenden, verstellbaren sind, durch die man die Luft ein⸗ u. ausdie Kautschukmatratze kommt, als Unter-Ruhenden, eine wollene Decke und Leintuch. benutzt man ebenfalls eine wollene Decke. noch (in ½/% der natürlichen Größe) eine dargestellt, welche ein beliebiges Erhöhen des gestattet, indem beim Drehen der kleinen Kurbel der Bettstelle die am Ende der Kurbelstange Schraube ohne Ende in einen Trieb einder Welle « festsitzt und diese somit dreht. Welle sind noch zwei andere Triebe aufgedie Zahnbogen ddeingreifen u. dieselben heben od. senken. An den Zahnbogen ist oben ein Theil des Lattengerüstes befestigt, welcher sich bei e um Charniere dreht u. so gehoben od. gesenkt wird (Lond. Ausst. 1851). Bei aus Hohleisen konstruirten Bettstellen bestehen die Röhren aus Bandeisen, mit Hülfe einer mechanischen Vorrichtung um einen Dorn gebogen. Die Verbindung der Röhrenstäbe nach ihrer Länge, oder auch in einem Winkel, wird dadurch bewerkstelligt, daß man in die zu verbindenden Röhren an der Verbandstelle einen entsprechenden Dorn steckt und diesen mit beiden Röhren vernietet. Wo zwei Röhren von ungleichem Durchmesser auf einander treffen, wird die dünnere in die dickere gesteckt. Auch Röhren von viereckigem Querschnitt kann man in dieser Weise herstellen und zu eisernen Betten verwenden. 2. (Wasserb.) Bett eines Flusses etc., franz. lit, m., engl. bed, channel. Das Wasser fließt entweder in einem natürlichen Bett (Ströme, Flüsse, Bäche) od. in einem künstlichen Zett (Kanäle, Gräben, Gerinne). Das Flußbett besteht aus der Sohle (franz. fond du lit, engl. bottom of the channel) u. den beiden Ufern (frz.bords, engl. shores). Legt man eine Ebene senkrecht gegen die Stromrichtung, so ergiebt sich der Querschnitt (frz. section transversale, engl. lateral section). Soweit der Umfang desselben im Wasser liegt, nennt man diesen den benetzte n Umfang. Eine Vertikalebene in Richtung des fließenden Wassers giebt das Längenprofil, frz. section longitudinale. Ueber Abhang, Gefälle etc. des Bettes s. betr. Art. Vgl. auch Flußbett, Flutbett re. — 3. (Mühlb.) Bett eines Gerinnes 2c., frz. radier, m., engl. trough, channel, s. v. w. Boden in einem Gerinne, auch in den Kästchen oder Zellen an oberschlächtigen Wasserrädern, in einer Schleuse od. dgl. — 4. (Bergb. u. Steinarb) s. v. w. Gesteinsschicht. — 5. (Kohlenb.) Holzschicht im Meiler, 1—2 m. hoch. — 6.(Hüttenw.) die auf die Sohle der Röststätte bei Erzrösten gelegte Schicht von Reis- oder Scheitholz. — 7. (Ziegler) die Gänge, welche man zwischen den Thonhaufen, um Erweichung u. Auflockerung des Thones bequemer vornehmen zu können, offen läßt. — 8. B. einer Maschine, franz. table, k. plateau, m., engl. bed, table s. v. w. Fundamentplatte, obere Fläche der Untermauerung od. dergl. — 9. B. einer Hobelmaschine, s. Schlitten. — 10. B. einer Drehbank, s. Wange. — 11. B. eines Docks, s. Dockboden. — 12. B. des Pflasters, frz. aire de pavé, s. d. Art. Pflaster.



