Wetzstein, Barbierstein, m., Streichschale, k., Abziehstein, m., frz. OOus, m., queue, f., engl. Whet-stonè. 1. Natürliche bestehen in der Regel aus Wetzschiefer, seltener aus Lithographirstein; durch Tränken mit Oel werden sie feiner und härter, beim Wetzen gewöhnlicher Stahlwären aber netzt man sie in der Regel mit Wasser an. — 2. Künstliche Wie werden a) zu Pfedelbach in Württemberg aus feingemahlenem Schiefer- und Sandstein hergestellt; nachdem die fertige Masse entsprechend geformt ist, werden daraus durch Glühen im Töpferofen brauchbare Wie, welche zugleich noch die gute Eigenschaft besitzen, die Wäre nicht zu schnell abzunutzen, wogegen die Abnutzung des Steines selber etwas schneller eintritt. b) Plastischer Thon wird gut geschlämmt, dann wird feiner Quarzsand ausgewaschen und fein gesiebt, zu // bis zu/ dem Thon beigemengt, der Stein geformt, gut lufttrocken gemacht u. in einem Ziegel⸗, Töpfer-oder Kalkofen gebrannt; durch weniger Thon und längeres Brennen werden sie härter, nach Qualität des Sandes feiner oder gröber. Um die Vereinigung von Thon und Sand inniger zu machen, wird ½ trockengelöschter Kalk und , kalzinirte Potasche zugesetzt. Mey, s. d. Art. Mãß.