Fahrung, f. (Bergw.). Um in die Grube u wieder heraus gelangen (ein⸗ u. ausfahren) zu können, bedarf man verschiedener Vorkehrungen. Das Fahren auf söhligen Strecken hat keine Schwierigkeit, Haußer wenn dieselben eng u. niedrig sind, od. Wasser un, kein Gestänge haben. Geneigte Strecken verlangen hölzerne od. steinerne Treppenstufen. Zum Hinabmund Herauffahren in Schächten sind besonders die [Fahrten, d. h. Leitern mit Schenkeln u. Sprossen (Fig. 1662) in Gebrauch. Sie sind in der Regel ca. 30 cm. breit, u. ihre Sprossen stehen 25—30cm. weit auseinander. Ihre Stellung richtet sich in donlägigen Schächten nach dem Fallen derselben; in seigeren stehen sie mit 60 — 70e Neigung und in Absätzen von m. auf Ruhebühnena, auch gewöhnlich so, daß icht Fahrloch gerade über Fahrloch zu liegen kommt, damit der Fahrende bei einem etwaigen Sturz nicht tiefer als auf die nächste Bühne fallen kann. Es versteht sich, daß die Fahrten wohlbefestigt und stets in schadenfreiem Zustand erhalten werden müssen. Bei geringerer Neigung der Schächte entsprechen die ö Treppenstufen mehr als die Sprossenfahrten. Man baut sie aus Holz (Fig. 1668) od. haut Stufen „in das Gestein, die 20 —25 em. hoch sind. Die Fahrt Vauf solchen Stufen ist jedoch sehr ermüdend, weil die Beihülfe der Hände fehlt, u. das Einhauen der Stufen im festen Gestein giebt viel Arbeit, im weichen Gestein werden sie aber bald ausgetreten. S.)