aufpfropfen, aupfropfen, akt. Z., frz. enter, engl. to graft up, eine Längenverbindung stehender Hölzer. Die Hirnflächen (Anstöße) beider Theile müssen genau winkelrecht auf der Achse stehen und sauber bearbeitet, am besten gehobelt sein. Es giebt mehrere Arten dieser Verbindung. Die einfachste, zugleich die zweckmäßigste für Rundhölzer (Pfähle etc.), besteht darin, daß man um beide Hölzer an der Stoßfläche einen starken, 8 bis 12 cm. breiten Eisenring legt, welcher, zur Hälfte seiner Breite in jeden eingreifend, beide umschließt und nach seiner ganzen Dicke in sie eingelassen ist. Zur größern Sicherung kann zu dem Eisenringe nach Fig. 284 ein doppelter Spitznagel hinzugefügt werden, welcher genau in der Mitte des Pfahles nach vor⸗ Fig. 283. FJig. 284. herigem Vorbohren eingesetzt Wüttnen wird. Man wendet wohl auch gegossene Platten an, welche den Spitznagel in der Mitte und ringsum einen den Ring ersetzenden Rand erhalten, s. Fig. 283. Noch größere Sicherheiterreicht man durch Einschlagen möglichstlanger Klammern, Bänder etc. Weitere Arten der Aufpfropfung s. unter anpfropfen, Blatt, Schére, Zapfen etc. —14