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Sport & SpielBau-Lexikon 1881

flammen, trs. Z., I. auch flammiren, frz. chiner, engl. to eloud, dem Holz durch Beizen, Anstrich etc. ein flammichtes Ansehen geben. — 2. Die Fläche od. Seite, auch wohl den Rand einer Leiste derart verzieren, daß irgend eine Gliederung nicht gerade, sondern wellenförmig auf- und niedersteigend an derselben hinläuft. Dazu bedient man sich des Kehlhobels od. des Flammeiseus, in dessen Schneide die Ausbiegungen gefeilt sind, u. welches in den Flammenstock (s. d. 1.) gespannt wird. Letztere beide Werkzeuge zusammen nennt man das Flammenzeug, eine auf diese Weise verzierte Leiste Flammenleiste, Klammenruthe oder Barockleiste. — 3.s. v. w. abbrennen, sengen. EIDOELBERG O Universitats Clammenkorb, m., Feuervase, f., Gefäß mit Flammen; in Stein nachgeahmt auf den Giebeln von Festungsthoren, auf Oefen etc. im Barockstil, selbst schon in der Renaissance nicht selten angebracht. %Clammenmergel, m., frz. gault, engl. galt, gault, s. im Art. Mergel. Elammenstil, m., frz. style flamboyant, ogival tertiaire, fleuri, engl. flamboyant style, heißt die Spätgothik in Frankreich u. England (s. Englisch-gothisch und Französisch-gothisch), wegen der flammenähnlichen Formen des Mäßwerks u. der Eselsrückenbogen. Clammenstock, m., 1. (Tischler) Gestell für das Flammeisen oder den Kehlhobel, in welches derselbe beim Flammen eingespannt wird, so daß er beim Forttreiben zugleich wellenförmig auf und ab bewegt wird. — 2. (Schloss.) ein Werkzeug (Amboßart), über welchem verzierte eiserne Gitter gebogen werden. Clammgewölbe, n. frz. vonte de la flamme, engl.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 343Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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