FeedLaubfüge
BaukunstBau-Lexikon 1881

Laubfüge, f., frz. scie a contourner, engl. buhl-saV piercing-saw (Tischl. etc.), Säge zum Ausschweifen von Laubwerk oder anderen kleingeschwungenen Verzierungen aus schwachen Bretern, Fournieren etc.; das Blatt einer L., in einen meist eisernen Bügel eingespannt, so, daß man ein Ende aushängen kann, ist sehr schmal und wird aus Uhrfedern geschnitten; die Zähne werden auf Maschinen eingehauen, 12—20 auf 1 em. Faubwerk, n. (Forml.), Irz. feuillage, m., rinceaux, m. Pl., engl. foliage, trail (altengl. trayler), wird an geraden und gebogenen Gesimsgliedern, auch auf geraden Flächen oder als Umrahmung angebracht, in Gestalt von mehr oder weniger stilisirten Wein⸗, Eichen⸗, Lorber⸗, Akanthus⸗ und anderen Blättern, mit in einander geschlungenen oder auch weniger sichtbaren Stielen. Im Innern der Gebäude wird es oft gemalt, während man es am Aeußeren von Stein oder Metall fertigt. Ueber die Gestaltung der Blätter selbst s. d. Art. Blätter und Blattwerk. Die Rankenornamente der antiken Stile und der Renaissance werden selten mit diesem Namen belegt der eigentlich nur den etwas naturalistischer oder ganz phantastisch gestalteten, jedenfalls nicht korrekt stilisirten Ranken beigelegt wird. Tauchgrün, n. kann gemischt werden aus Dunkelgrün, Dunkelsmaragdgrün, etwas Braun und ein wenig Grau.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 269Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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