FeedRippengewölbes —beispitzbogigem
BaukunstBau-Lexikon 1881

Rippengewölbes —beispitzbogigem, frz. Croisse d'ogives. — 2. frz. canevas dun eintre, engl. truss of centering, das Gerippe des Wölbgerüstes. Rippengewölbe, n, franz. vonte à nervures, engl. groined vaulting, ribbed vaulting, f. d. Art. Gewölbe H. 10. In der besten Zeit der Gothik bildeten die Rippen im eigentlichsten Sinn des Wortes stets das Gerippe des Gewolbes, indem sie sich frei hielten, auch bevor die Kappen zwischen ihnen, die Fächer, Felder, Schilde, franz. caissons, pans, engl. cells, civary, escutcheon, shell, severey, ausgewölbt waren. In der Zeit der Spätgothik wurden die Gewölbe auch mit blosen Zierrippen besetzt; zu diesen reichen R., frz. vollte ornée, engl. kan-vaulting, kantracery-vaulting, gehören besonders die mit Afterliernen, die Netzgewölbe mit geschwungenen Rippen, die Rautengewölbe (meist Tonnengewölbe mit Kappen), die Fächergewölbe etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 50Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Baukunst 6