Rippe, f., 1. franz. nervure, cõte, f., engl. rib, nerve, ital. costa, nerva, lat. arcus augivalis, vorstehender, nicht immer, aber meist als Widerlager für die dazwischen gespannten Kappen, Fächer, Felder konstruktiv nöthiger, gurtbogenähnlicher Streifen am Gewölbe, s. d.Art. Rippengewölbe. Man unterscheidet: Wandrippe od. Schildbogen, frz. kKormeret, engl. Wwallrib; O in Fig. 1906, Langrippe, bransversal rib; A in Fig. 1906, Gratrippe, frz. nervure arrétière, engl. groin-rib; Diagonalrippe, Kreuzrippe, frz. nervuré diagonale, croisée d'ogives, engl. disgonal rib, eross-springer, cross-rib, s. Gin Fig. 1906; Scheitelrippe, frz. nervure de sommet, grande lierne, engl. ridge-rib; DOD in Fig. 1906, Strebrippe, frz. tierceron, engl. intermediate rib, sind die von den Widerlagern aufsteigenden Ren, welche nicht auf einen Grat od. eine Kehle treffen, Ein Fig. 1906; Kehlrippe, Ichselrippe, Winkelrippe, frz. nervure cornière, engl. neck-rib, die im Klostergewölbe in den Ecken aufsteigenden. — Außer diesen meist konstruktiv nöthigen Rin giebt es nur noch vorwiegend dekorative, z.B.die Liernen od. Zwischenrippen, franz. Herne, engl. lierne-rib, branch of rib, welche von einer R. zur andern gespannt sind. FF in Fig. 1906 und die Afterliernen od. Zweigrippen, frz. veryure ramiflée, lierne secondaire, engl, Jack-rib, branch-of-branch, so- wie die ganz dekorativen; Zierrippe, srz. nervure décora⸗- tive, engl. surface-rib. Zu ihnen gehören die geschwungenen Liernen, Liernenschwünge, franz. lierne ronde, contournée, engl. curbed, round rib, des Netzgewölbes. Die Ren kommen schon im romanischen Stil vor, bes. in den norditalischen und englischen Abzweigungen desselben, so- wie bei den Sarazenen. Sie wurden und werden in Haustein und Formziegeln, in letzterm Fall als eigentliche Wölbziegel oder in langen Stücken (bis zu 706m.), hergestellt, die über den Gliedern seitliche Einkerbungen als Widerlager für die Kappensteine haben. Ueber die stilistische Entwickelung s.in den betreff. Stilartikeln; vergl. auch d. Art. lierne und Gewölbe E. 10. — 2. franz. lambourde, engl. groin-ledge, ähnliche Verzierungen an Balkendecken, die dann Rippendecke, franz. plafond à ner-Vures, engl. groined ceiling, heißt; s. d. Arr. Decke I. ö5. — 3. (Schiffb.) franz. membre, engl. rib, die gekrümmten Innhölzer oder Spanten, welche mit Kiel und Steven das Gerippe des Schiffes bilden. — 4. (Schleusenb.) an den krummen Schleusenthüren die wägrechten Hölzer. — 5. (Deichb.) auf den Wällen angelegte Streifen von Rasenstücken zum Ansetzen mehreren Landes. — 6. (Schmelzh.) eiserne Schienen zum Zusammenhalten der Bleche des Treibhutes. — 7. (Schloss.) s. v. w. Nase. —8. (Festungsb.) auch Rippholz genannt; s. d. Art. Batterierippe. RNippengestell, n, eines Gewölbes, 1. frz. Croisée f. de voute, engl. system of ribs, das Rippensystem eines