gewölbe, Fig. 1898, besteht ebenfalls aus Kappen, hat aber mehrseitige Grundform; übrigens gilt von ihm dasselbe wie vom Kreuzgewölbe. Ungenau ist es, das Helmgewölbe mit Kappen zu den Sterngewölben zu rechnen, wie häufig geschieht. — 8. Böhmisches Gewölbez s. d. betr. Art. sowie oben unter Kuppel. Die Oesterreicher nennen es Platzlgewölbe und unterscheiden a) böhmisches Platzlgewölbe, bei ihm liegen die Eckpunkte stets in der Umfassungslinie der zugehörigen Kuppel, so daß die Anlaufslinien als volle Halbkreise erscheinen, wie in Fig. 1896, b) preußisches Platzlgewölbe; Leitkurve und Anlaufslinie segmentförmig. — 9. Zusammengesetzte Gewölbe, frz. voüte composée, engl. compound vault. Dahin gehören alle aus verschiedenen einzelnen Theilen zusammengestellte G., so vor allem die G. mit Verstärkung einzelner Bögen u. dazwischen eingespannten Fachen, richtiger Schalen, frz. vonte ogivale, Iat. vas augivalis. Werden die verstärkten Bogen, frz. ogives, auch formell hervorgehoben, so wird das G. meist zu Rippengewölbe, s. unten sub 10; zu den zusammengesetzten Gin aber gehören auch die aus verschiedenen gleichstarken Theilenzusammengestellten, frz. voüte mixtes, engl. mixed vaulting, ital. volta mista, bes. folgende, namentlich in der Gothik vorkommende Formen. a) Klostergewölbe, mit Kappen, die nicht bis zum Scheitel reichen, s. Fig. 1899; solche Kappen heißen auch Ohr, frz. Iunette. b) Tonnengewölbe mit eben solchen Kappen, Fig. 1889 u. 1891; dies wird eigentlich Kappen⸗