
Süägrwerk, n., 1. s. v. w. Sägemühle. — 2. (Kriegsb.) s. v. w. sägeförmiges Werk. Sägezahn, m., frz. dent f. d'une scie, engl. saw-tooth. s. d. Art. Sägeblatt. Sägezahnverzierung, schräge Spihzahnverzierung, k., frz. dents f. pl. de scie, engl. saw toothed moulding, hatched moulding, anglo-normannische Gliedbesetzung; s. Fig. 3056 u. 3057. Saghun, der indische Name für Tikholz, von Tectonia grandis (s. d.). Saginarium, n., lat., Gänsesteige, Maststall für Federvieh. Sagoma, f., lat., Formbret, Schablone; s. descargatoria, Tünchscheibe. Sahlband, n. (Miner.), die Steinart, welche die Erzgänge seitwärts gleichsam mit einem Band einfaßt. Sahlbank, f. (Hochb.), s. v. w. Sohlbank. Sahlerde, k. (Deichb.), s. v. w. grüner Rasen, Sahlung, s. v. w. Rasenbedeckung. Sahlingen, k. pl. (Schiffb.),frz. barres f. pl. de hune, leichtes Gebälk am Top der Masten, um den Marslorb zu tragen, die dasselbe bildenden Stücke heißenLangsahlingen, franz. longis, engl. trestle-trees, Dwarssahlingen franz. barres traversières, engl. cross-brees, u. Stülpsahlingen, frz. traverses doubies, engl. preventer-crosstrees. Sahlweide, k. (Bot.), s. im Art. Weide. Sahm, früheres Kohlenmaß in Ungarn, von 34 Zoll Länge, 30 Zoll Breite und 12 Zoll Tiefe. iger, adj., s. seiger. Baigerblech, f. franz. paroi, k., engl. cheek (Hütt.), zwei in den Saigerherd zu beiden Seiten der Saigerstücke zum Zusammenhalten des Feuers gestellte starke, mit Schienen versehene Bleche. Saigerdörner od. Zaigerrostdörner, m. pl., frz. orasses f. pl. de liquation, engl. druss of liquation ( ütt.), aus den ausgesaigerten Kienstöcken geschmolzenes Kupfer. Haigergekräh, u., frz. pailles k. Pl. deliquation, engl. scrapings pl. of Iiquation (Hütt.), die zum Saigern entstehenden Abgänge. Saigerglütte, f. (Hütt.), beim Abtreiben des durch Saigern gewonnenen Werkes entstehende Bleiglätte. Saigerhaken, m., zum Herausziehen des Gekrätzes u. der Kohlen aus dem Saigerherd dienendes gekrümmtes, mit langem hölzernen Stiel versehenes eisernes Werkzeug. suigern, abtreiben, trs. Z., frz. liguater, ressuer, engl. to liquate (Hütt.). Diese Operation bezweckt die Scheidung gewisser Metalle aus einem Gemenge von Körpern von verschiedener Schmelzbarkeit. So läßt sich z. B. das Wismuth von den Erzen und der Gangart, welche beide weniger leicht schmelzbar sind als das Metall, in einfacher Weise durch Erhitzen des Gemenges bis zum Schmelzen des Wismuths trennen. Es geschieht das Saigern auf dem Saigerherd, frz. foyer de liquation, engl. hearth for Uiquation, oder Saigerofen, frz. kour de liquation, engl. liquation furnace, in der Saigerhütte, dem Saigerwerk. Fig. 3058 stellt einen doppelten Saigerherd dar. Jeder derselben besteht aus zwei Mauern, Jalgerbänken, die sich nach oben einander bis auf 5—8 em. nähern; zwischen denselben mauert man einen Grund von Steinen, in welchem kreuzweis ein Abzugskanal angebracht ist u. auf dem ö Fig. 3058. Saigerherd. eine nach vorn zu abhängige Gosse, Saigergosse, angelegt wird; diese wird mit einem schmalen Gewölbe, die 70 bis 90 em. hohen Mauern aber mit Eisenplatten bedeckt, die sich jedoch über der Gosse nicht ganz berühren dürfen. Die Saigerbänke sind ebenfalls mit etwas nach der Spalte zu geneigten eisernen Platten, Saigerscharten, bedeckt und ihre inneren Seiten mit einem starken Blech ausgefüllt, das nach innen zu mit Lehm belegt ist, auch wohl so eingerichtet, daß sie nach beendigtem Saigern in die Höhe gezogen werden können, mit Hülfe von Kloben oder Ketten; zum Auffangen des Silbers, Bleies od. dergl. macht man von Lehm einen Tiegel, Saigertiegel t, vor jeder Gosse. Beim Beginn der Arbeit werden Saigerstüche (beim Schmelzen z. B. des Kupfers gewonnen, indem man Schwarzkupfer mit silberhaltigem Blei, Saigerblei, und etwas Glätte einschmilzt und die geschmolzene Masse in Scheiben von 55—60 Em. Durchmesser u. 810 em. Dicke gießt) hochkantig auf die Saigerscharten gesetzt und durch dazwischen gesteckte Eisenstückchen 5—8 cm. von einander gehalten; dazwischen u. darauf bringt man glühende Kohlen. Beim langsamen Anfeuern schmilzt das silberhaltige Blei, tropft in die Saigergosse und gelangt von da in die Bleigrube t. Die zurückbleibende Masse nennt man Kienstöcke; sie werden in einem andern Ofen stärker erhitzt, um noch Blei daraus zu gewinnen, u. dann heißt das Zurückgebliebene Darrlinge, welche am besten im Flammofen gar gemacht werden. Die Hitze sei gerade hinreichend, um das Blei zu schmelzen; jedoch darf diefelbe nicht so stark sein, daß das Kupfer schmilzt, sondern dasselbe darf sich nur etwas zusammensetzen. Es dauert jedes Saigern 5—6 Stunden, doch wird meist 5—6mal gesaigert, ehe man den Herd erkalten läßt; s. auch d. Art. Aussaigerung und Antimon. bibliothek Heidelberg OFC