Keren (grch.) heißen die personifiziert gedachten verschiedenen Todesarten, durch welche der Mensch sein Leben verlieren kann. Eins der Hesiod beigelegten Gedichte schildert sie als gräßliche Ungeheuer, dunkelfarbig, mit ihren weißen Zähnen knirschend, bluttriefend, untereinander selbst streitend um die in der Schlacht Gefallenen, denen sie das Blut aussaugen. Später werden sie als strafende Rachegöttinnen mit den Erinyen zusammengestellt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 239Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei