FeedFuria francese (ital.)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Furia francese (ital.), efranzösisches Ungestümo, ungestümes Vordringen der franz. Soldaten beim ersten Angriff, findet sich zuerst erwähnt in dem Maccaronischen Gedicht &d compagnonesv (S. 11) des Antoine d'Aréna (gest. 1544) und scheint gebildet nach Furor teutonicuso (deutsches Ungestüm) in den Pharsalia (1, 256) des Lucanus. Iuriua oder Erinyen, s. Eumeniden. urina (gewöhnlich Furrina) hieß eine Göttin, welche in Rom einen eigenen Einzelpriester Flamen) und am 25. Juli ein eigenes Fest, die Furrinalia, sowie jenseit des Tiber, unweit der Holzbrücke des Pons sublicius, einen Hain hatte. Sie wird von Cicero mit Recht mit den Furien zusammengestellt, welche gleich ihr der Wortbedeutung nach dunkle, finstere Göttinnen gewesen sein mögen und mit den griech. Erinyen (. d.) identifiziert wurden. Im Haine der F. fand Gajus Gracchus seinen Tod.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 415Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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