FeedKleegras
PflanzenreichBrockhaus 1882

Kleegras, ein Gemenge von Klee und verschiedenen Grasarten, welches man, ähnlich wie den Klee (s. d.), sowohl zum Zweck des Mähens als des Abweidens vorzugsweise dort anbaut, wo der Klee für sich allein kein normales Wachstum zeigt. Die flachwurzelnden Grasarten, welche an den Boden u. s. w. andere Anforderungen stellen als der Klee, machen die Erträge sicherer; Klima, Jahreswitterung, tierische und pflanzliche Feinde, welche für eine einzelne Klee⸗ oder Grasart nachteilig sind, vermögen das Kleegrasgemenge nur in geringem Maße zu schädigen. Die Auswahl und das Mischungsverhältnis der zu verwendenden Futterpflanzen wird bedingt durch Boden, Klima und Futterzweck; außer der Luzerne und den verschiedenen Arten des Klees finden besonders das italienische und engl. Raygras (Lolium italicum und perenne), das Knaulgras Dactylis glomerata), das Timotheegras (Phleum pratense), der Schafschwingel (Festuca ovina) u. a. Verwendung. Vgl. Jessen, «Deutschlands Gräser und Getreidearten (Berl. 1869); Werner, Handbuch des Futterbaues» (Berl. 1875); Stebler, „Die Grassamenmischungen (2. Aufl., Bern 1883); Nowacki, Der praktische Kleegrasbauo (Frauenfeld 1883).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 327Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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