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ErdkundeBrockhaus 1882

Klek, kleine, schmale, aber tiefe Bucht an der Ostküste des Adriatischen Meeres, mit Ausschluß einer einzigen Windrichtung (Nordwest) wohl beschützt, 7 Km lang und durchschnittlich nur 1000 m breit. Sie bildet einen integrierenden Teil des größern, an der dalmat. Küste gelegenen und von der Halbinsel Sabbioncello gebildeten Meerbusens. Zugleich versteht man darunter denjenigen engen Gebietsteil, mittels dessen das türk. Territorium, den Zusammenhang des österr. Besitzes unterbrechend, sich von der Herzegowina aus, quer durch Dalmatien, in Breite von nur 4—9 km zu jener Bucht erstreckt und so zu einem seewärtigen Debouché der Herzegowina wird. Auch ein auf österr. Gebiet nahe dem Eingang der Bucht gelegenes kleines Dorf führt diesen Namen. Der eigentliche Hafen von K. befindet sich jedoch bei dem türk. Dorfe Neum, von wo eine Fahrstraße nach der bloß 2 km weit ent-Diesber Heerstraße Ragusa-Mostar führt. Obwohl ie Herzegowina südlicher nochmals das Adriatische Meer berührt, hat doch die durch die Bucht von K. vermittelte Verbindung höhere strategische Bedeutung, wie dies bei den Insurrektionen in der Herzeran. besonders bei der von 1875 und 1876, zu age trat. Durch das Ssterreich zustehende Recht, den türk. Schiffen das Einlaufen in die Bucht zu verbieten, ist die Bedeutung der Bucht für die Türkei sehr beschränkt. —

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 334Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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