FeedKlöden (Karl Friedr. von)
BaukunstBrockhaus 1882

Klöden (Karl Friedr. von), vielseitiger Gelehrter, geb. 21. Mai 1786 in Berlin, gehörte einer der ältesten Adelsfamilien der Mark Brandenburg an, welche aus Franken eingewandert war, wuchs aber in dürftigen Verhältnissen auf und bestand eine fünfjährige Lehrzeit bei seinem Onkel Willmanns als Goldarbeiter. Das erlernte Gravieren half ihm dazu, zum Kartenstechen überzugehen; dies und Schrifisechen, sowie Unterricht im Guitarrespiel mußten ihn erhalten; Kartenzeichnen, Physik und Mathematik trieb er nebenbei. Von 1811 bis 1817 war K. Lehrer an der Plamannschen Erziehungsanstalt in Berlin und studierte daneben seit 1814 Naturwissenschaften, eine Zeit lang auch Theologie. Im J. 1817 wurde er Direktor des Schullehrerseminars zu Potsdam und 1824 Direktor der neugegründeten Gewerbeschule in Berlin, welche er bis 1855 leitete. Er starb 9. Jan. 1856 in Berlin. Von K.s Werken sind zu nennen: (Landeskunde von Palästinap (Berl. 1816), Grundlinien zu einer neuen Theorie der Erdgestaltung (Berl. 1824: 2. Aufl. 1829), «Uber die Entstehung, das Alter und die früheste Geschichte der Städte Berlin und Köllno (Berl. 1839), «Die Quitzows und ihre Zeit⸗ (4 Bde., Berl. 1836), das Werk, wodurch er am meisten bekannt wurde; ferner «Diplomatische Geschichte des Markgrafen Waldemar von Brandenburge (4 Bde., Berl. 1844—45), «Andreas Schlüter v Berl. 1855), 4 Geschichte einer altmärkischen ausg. von seinem Enkel Max ähns, Lpz. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 347Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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