FeedKlengel (Joh. Christian)
Haus & KücheBrockhaus 1882

Klengel (Joh. Christian), deutscher Landschaftsmaler, der Sohn eines Landmanns zu Kesselsdorf bei Dresden, geb. 5. Mai 1751, erhielt als Buchbinderlehrling in Dresden durch den Kunstfreund und Schriftsteller Hagedorn die Erlaubnis, die Zeichenschule zu besuchen. Später wurde er Pensionär der Akademie. Studien nach der Natur neben eigentümlich aufgefaßten Kopien nach Werken in der königl. Galerie bildeten sein Kunsttalent; auch unternahm er 1790 eine Reise nach Italien. Im J. 1802 wurde er Professor an der Kunstakademie in Dresden und starb daselbst 19. Dez. 1824. Treue Nachzeichnung der Natur ist seinen Werken eigentümlich, daher ihm ideale Landschaften weniger gelangen. Genrestücke aus dem wirklichen Leben sind seine Stärke, wie z. B. die Kuchenbäckerei, Morgen und Abend u. s. w. Die Zahl seiner Werke ist sehr groß; verkleinerte Kopien derselben hat er selbst in Kupfer gestochen. Sein Sohn, August Alexander K., Organist an der kath. Kirche in Dresden, geb. daselbst 29. Jan. 1783, erhielt seine musikalische Ausbildung vorzüglich als Klavierspieler unter Clementis Leitung, der mit ihm 1804 nach Petersburg ging. In Petersburg bildete sich K. zu einem Grade aus, daß er zu den berühmtesten Virtuosen auf seinem Instrument gezählt wurde. Seine Kompositionen sind vergessen. K. starb als pensionierter Hoforganist 22. Nov. 1852 zu Dresden. (Luise Karschin (J. d.). Klenke (Karoline Luise von), Tochter von Anna Klenze (Clemens Aug. Karh, deutscher Rechtsgelehrter, geb. zu Heissum bei Hildesheim 22. Dez. ißt, sind unter C aufzusuchen. 1795, habilitierte sich in Berlin, wo er 1826 ord. Professor wurde. Daneben erwarb er sich Verdienste durch seine Mitwirkung bei Anlegung neuer Stadtteile in Berlin und bei Errichtung der berliner Lebensversicherungsgesellschaft; das Seebad Heringsdorf an der Ostsee dankt ihm seine Entstehung. Er starb 15. Juli 1838. Er veröffentlichte namentlich: Fragmenta legis Serviliae repetundarumy (Berl. 1825), Grundriß zu Vorlesungen über die Geschichte des röm. Rechts bis Justinianp (Berl. 1827; 2.Aufl. 1835), Lehrbuch des gemeinen Strafrechtso (Berl. 1833).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 335Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Haus & Küche 6